Anleger wollen kurzfristig von einem starken Anstieg eines Basiswertes überproportional profitieren und ihre Chancen im Vergleich zu einem direkten Investment erhöhen. Gleichzeitig rechnen sie mit deutlich steigenden Kursen.

Mit Outperformance-Zertifikaten kann bereits bei moderat steigenden Märkten eine überdurchschnittliche Entwicklung erreicht werden. Bei Emission kaufen Anleger dieses Produkt in der Regel zu einem ähnlichen Preis wie dem Basiswert. Wird der zuvor festgelegte Basispreis überschritten, so können Anleger von den Kursgewinnen überproportional profitieren.

Ermöglicht wird dies durch einen eingebauten Hebel, der ab einem gewissen Basispreis für eine überdurchschnittliche Performance sorgt. Die Höhe des Gewinns ist abhängig vom so genannten Partizipationsfaktor. Dieser gibt an, um wie viel mehr das Zertifikat gegenüber dem Basiswert steigt. Üblicherweise liegt der Partizipationsfaktor zwischen 120 und 200 Prozent, was einem Hebel von 1,2 bis 2 entspricht. Je stärker der Basiswert steigt, umso mehr profitiert der Anleger. Fällt der Kurs des Basiswertes, so verhält sich das Outperformance-Zertifikat entsprechend dem Basiswert. Der Hebel wirkt also ab dem Basispreis bei steigenden Kursen.

Die Laufzeit des Outperformance-Zertifikates ist ein Jahr. Für die Rückzahlung ist die Höhe des Basiswertes am Bewertungstag relevant. Notiert die Aktie XY unter dem Ausübungspreis von 100 Euro, erhält der Inhaber den Gegenwert der Aktie. Bei Kursen über dem Ausübungspreis greift der Outperformance-Mechanismus. Aufgrund des Partizipationsfaktors von 1,5 ist der Gewinn beim Zertifikat um 50 Prozent höher als bei einer direkten Aktienanlage. Notiert die Aktie beispielsweise bei 110 Euro, erhält der Anleger 115 Euro.

Für die Entwicklung des Basiswertes sollten Anleger auf jeden Fall optimistisch sein. Entwickelt sich der Wert nach oben, ist das Ertragspotenzial überproportional. Fällt der Wert, ist das Risiko nicht größer als bei einem direkten Investment in den Basiswert. Das Verlustpotenzial verhält sich entsprechend der Basiswertentwicklung.

Juni 2017

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