Die Anlageentscheidung privater und institutioneller Investoren wird zunehmend durch das Risiko eines Wertpapiers bestimmt. In der Praxis ist es nicht immer leicht, eine zuverlässige Risikoeinschätzung vorzunehmen. 

Die Messung des Risikos anhand des so genannten Value at Risk (VaR) hat sich in den vergangenen Jahren in der Finanzbranche als Standard herausgebildet. Sämtliche Mitglieder des Zertifikate Forum Austria haben diese Risikokennzahl eingeführt und veröffentlichen diese Information auf ihren Websites. Anlegern steht damit zu jeder Zeit eine zuverlässige und vergleichbare Einschätzung des Risikos der jeweiligen Produkte zur Verfügung.

Das Prinzip des Value at Risk ist einfach. Auf der Grundlage historischer Daten wird das Verlustrisiko der Zertifikate ermittelt. Mit dem VaR für Zertifikate steht ein auf einzelne Produkte bezogener Wert zur Verfügung. Die Risikoauswirkung der Beimischung eines Produktes zu einem Portfolio kann damit zwar nicht beurteilt werden, dennoch hält der Privatanleger damit ein professionelles Instrument in Händen, um die wachsende Zahl an Zertifikate-Angeboten objektiv zu vergleichen.

Bei der Errechnung der VaR-Kennzahl sind der Investitionsbetrag (10.000 Euro) und die Haltedauer (10 Tage oder 250 Tage) normiert. Mit Hilfe historischer Daten wird eine Schwankungsbreite berechnet, die die Höhe des zukünftigen Verlustrisikos eines Investments definiert. Unter Berücksichtigung marktorientierter Preisveränderungen steht am Ende eine Zahl, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent das statistische Verlustrisiko in Euro ausweist – die VaR-Kennzahl.

  • Als Investitionsbetrag werden 10.000 Euro angenommen.
  • Als Haltedauer werden 10 Tage (VaR 10 Tage) bzw. 250 Tage (VaR 250 Tage) angenommen.
  • Der Verlust wird in 99 Prozent der Fälle nicht größer als x Euro erwartet.

Ein VaR (10 Tage) von 20 Euro sagt aus, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent bei einer Haltedauer von 10 Tagen und einem Investitionsbetrag von 10.000 Euro der Verlust nicht höher als 20 Euro sein wird.

Juli 2017

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